Nummernschilder bei Nacht (5/5): Infrarot-Scheinwerfer

Dies ist der letzte Teil der Serie über die Erkennung von Fahrzeugkennzeichen bei Dunkelheit. Heute erklären wir die Montage des Infrarot-Scheinwerfers.

 

 

Montage des IR-Scheinwerfers

Der Scheinwerfer wird so montiert, dass weder direktes noch Streulicht auf die Kamera fallen kann. Ebenso dürfen keine nahe stehenden Objekte ausser den Fahrzeugen angestrahlt werden. Mit Vorteil wird der Scheinwerfer oberhalb der Kamera montiert. Das Sonnschutzdach der Kamera schützt zusätzlich gegen Streustrahlung insbesondere bei feuchtem Wetter.

 

Sobald Scheinwerfer und Kamera optimal ausgerichtet und scharfgestellt sind, wird der LED Scheinwerfer so weit wie möglich gedimmt und die Lichtleistung zurückgeregelt. Das Licht darf gerade noch so stark sein, dass die Reflektion auf dem Nummernschild reicht, um die Nummer deutlich zu erkennen.

 

Das Infrarot Licht von etlichen im Handel verfügbaren IR LED Scheinwerfern ist auch bei 950nm noch sichtbar. Obwohl das menschliche Auge bei 950nm kein Licht mehr wahrnehmen kann, ist bei vielen Scheinwerfern ein schwach rot leuchtendes Licht zu erkennen. Das wird bedingt durch die Wahl der LEDs und Filter in der Frontabdeckung.

 

Um eine mögliche Blendgefahr und die Wahrnehmung des Scheinwerferlichtes zu minimieren, ist ein Scheinwerfer mit einem möglichst gebündelten Lichtstrahl von 10° zu verwenden. Ebenso sollte die Lichtleistung des Scheinwerfers so stark wie möglich zurückgedimmt werden. Mit diesen Massnahmen ist der Lichtstrahl kaum mehr wahrnehmbar.

 

Wichtig: Es ist zwingend zu prüfen, dass das LED-Licht unter keinen Umständen Fahrzeuglenker stört noch ablenkt.

 

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