Videoüberwachung

Argumente für und wider

Das Thema der Videoüberwachung ist aktuell. Anfragen und Pläne zur Anschaffung von Überwachungskameras durch Städte, Gemeinden, Verkehrsbetriebe oder auch Private nehmen zu. Erfahrungsgemäss werden Kosten für Sachbeschädigungen und Vandalismus dank Videoüberwachung um mehrere zehn- bis hundertausende von Franken gesenkt. In öffentlichen Verkehrsmitteln mit Kameras werden deutlich weniger Straftaten begangen. Dadurch ist die Akzeptanz gegenüber Überwachungskameras in der Bevölkerung gestiegen.

Der gezielte Einsatz, gemäss Vorgaben des Datenschutzes, trägt zur Vorbeugung von Vandalismus und zur Aufklärung von Verbrechen bei. Der punktuelle Einsatz an neuralgischen oder schwer überwachbaren Orten zusammen mit flankierenden Massnahmen hilft die öffentliche Sicherheit zu verbessern.

Der Videoüberwachung wird nicht nur eine präventive Wirkung zugeschrieben. Es steigt auch die Aufklärungsrate von Straftaten, vorausgesetzt das aufgezeichnete Bildmaterial ist von guter Qualität.

Argumente für und widerVideoüberwachung Kamera

  • Studien zufolge bietet sie einen tatsächlichen Nutzen für die Polizei. Die Polizei kann dank Bilddaten einfacher und schneller reagieren
  • die Aufklärungsrate von Verbrechen hat sich nachweislich verbessert
  • Abnahme der Kriminalitätshäufigkeit
  • Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls. Mit dem Effekt einer höheren Attraktivität von Städten bzw. vormals unsicheren Orten
  • positive Auswirkung auf geschlossene Räume wie Parkhäuser, Lift und Billettautomaten
  • Es besteht die Tendenz, dass sich die Kriminalität räumlich verlagert. Studien zufolge führt sie oft zu einer Verlagerung der Kriminalität, vor allem Raubüberfälle und Einbruch.
  • Sie ersetzt nicht gestalterische oder bauliche Massnahmen. Eine bessere Beleuchtung oder die Verbesserung der Sicht sind wichtige Elemente, welcher eine höhere Priorität einzuräumen sind
  • Videoüberwachung stellt ein taugliches Instrument zur Kriminalitätsbekämpfung dar. Gemäss Bericht des Bundesrates vom 19. August 2009.

Gesetzliche Regelungen in der Schweiz

Ob und unter welchen Voraussetzungen Anlagen zulässig sind, ist in der Schweiz in den verschiedenen nationalen und kantonalen Gesetzgebungen zum Datenschutz geregelt.

Für Videoüberwachungsanlagen in privaten Räumen, am Arbeitsplatz und in Gebäuden und Anlagen des Bundes legt das Bundesgesetz über den Datenschutz die Voraussetzungen fest. Zuständig ist hier der Eidg. Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte.

Wichtige Informationen zur Videoüberwachung durch Private.